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Hybride Wertschöpfung bezeichnet die Wertschöpfung mit hybriden Produkten. Hierunter sind zu kundenspezifischen Problemlösungen integrierte Leistungsbündel aus jeweils mindestens einem Sachgut und einer Dienstleistung zu verstehen, welche eigenständig marktfähig sind. Die eigenständige Marktfähigkeit stellt darauf ab, dass die Leistungen des Bündels prinzipiell am Markt auch separat erworben werden können.
Der wahrgenommene Wert eines hybriden Produktes übersteigt aus Kundensicht den Wert, welchen der Kunde bei der Inanspruchnahme der Einzelleistungen erfährt. Damit dies erreicht wird, muss die Integration auf technischer, organisatorischer, wertschöpfungs- und marketingbezogener Ebene vollzogen werden, so dass der Nutzenanstieg höher ist, als die mit der Integration verbundenen Kosten. Dabei versteht man unter der technischen Dimension der Integration die gezielte funktionale Verknüpfung der Leistungsbestandteile untereinander. Die organisationale Dimension der Integration bezieht sich hingegen auf die leistungsübergreifende Festlegung der Prozesse, die für eine aufeinander abgestimmte Entwicklung der Lösungskomponenten notwendig sind, während die wertschöpfungsbezogene Dimension auf die technische und organisatorische Einbindung der Leistungsbestandteile eines hybriden Produktes in die Wertschöpfungsprozesse der Kunden abzielt. Die marketingbezogene Dimension betrifft die gemeinsame Vermarktung der einzelnen Leistungsbestandteile als Komplettlösung, sowie die Betreuung der Kunden aus einer Hand.

Entsprechende Fragestellungen der hybriden Wertschöpfung werden im Kompetenzzentrum Hybride Wertschöpfung des ERCIS vor allem im Rahmen der BMBF-geförderten Forschungsprojekte FlexNet und ServPay untersucht. Die Untersuchungen decken elementare Aktivitäten des Prozesses der hybriden Wertschöpfung ab:

  • Ideenmanagement  (in Kooperation mit dem Forschungsprojekt ManKIP)
  • Spezifikation und Kalkulation des Leistungsangebots (Forschungsprojekt ServPay)
  • Gestaltung der hybriden Wertschöpfungsprozesse (Forschungsprojekt FlexNet).

Darüber hinaus arbeitet das Kompetenzzentrum intensiv an einer Übersicht über die Forschung zur hybriden Wertschöpfung.


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